
Kurz erklärt: Maßschuhe werden individuell gefertigt, wenn Konfektionsschuhe den Fuß nicht mehr ausreichend stützen, entlasten oder sicher führen.
Typische Anzeichen: anhaltende Fußschmerzen, ausgeprägte Fehlstellungen (z. B. Knick-, Platt- oder Hohlfuß), Arthrose, Folgen nach Operationen oder Verletzungen sowie diabetische Fußprobleme.
So wirken Maßschuhe: präzise Passform, gezielte Druckumverteilung, stabiler Gang, Unterstützung der Mobilität und spürbarer Komfort im Alltag.
Ablauf bei Witzel: Anamnese und 3D-Vermessung → Leistenmodell → Probeschuh → Handfertigung → Anpassung und Nachkontrolle.
Tipp: Bringen Sie vorhandene Einlagen oder alte Schuhe mit – das verkürzt die Analyse.
Wann zum Arzt? Bei medizinischer Indikation (z. B. starke Schmerzen oder Wunden) sollte eine ärztliche Verordnung erfolgen.
Was ist das? Orthopädische Anpassung vorhandener Schuhe, z. B. durch Abrollhilfen, Randerhöhungen oder Sohlenversteifungen.
Für wen? Bei Beinlängendifferenzen, Vor- oder Rückfußschmerzen, Hallux rigidus oder nach Verletzungen.
Vorteile: Entlastung beim Gehen, verbessertes Abrollen, mehr Stabilität – und meist optisch kaum sichtbar.
Ablauf: Funktionscheck und Abdruck → Auswahl der Zurichtung → Umsetzung in der Werkstatt → kurzer Tragetest → Feinkorrektur.
Pflege & Nutzung: Schuhe regelmäßig wechseln, Sohlen trocken halten und bei Veränderungen der Beschwerden Rücksprache halten.
Kosten: Häufig übernehmen Krankenkassen bei ärztlicher Verordnung einen Zuschuss – die genauen Bedingungen variieren.
Warum reparieren? Nachhaltig, günstiger als ein Neukauf – und der gewohnte Komfort bleibt erhalten.
Typische Leistungen: Sohlen- und Absatztausch, Näharbeiten, neues Fersenfutter, Leder- und Korkpflege, Imprägnierung.
So verlängern Sie die Lebensdauer: Schuhe mit Papier ausstopfen (nicht auf der Heizung trocknen), Schuhspanner verwenden, regelmäßig pflegen – je nach Material (Leder oder Kunststoff).
Wann lohnt sich eine Reparatur? Bei hochwertigen Schuhen, Maß- oder Markenschuhen, Birkenstocks oder Businessschuhen.
Profi-Tipp: Frühzeitig reparieren – kleine Schäden werden sonst schnell teuer.
Für wen? Ideal für Business, besondere Anlässe oder den gehobenen Alltag – wenn Passform und Stil gleichermaßen zählen.
Vorteile: Perfekter Sitz, hochwertiges Leder, reparaturfreundlicher Aufbau und lange Lebensdauer.
Designfreiheit: Wählbar sind Stil (Derby, Oxford, Monk), Sohlenmaterial (Leder oder Gummi), Farbe und Finish.
Individuelle Anpassungen: Auf Wunsch mit unauffälligen orthopädischen Integrationen – etwa Abrollhilfe oder zusätzlichem Einlagenraum.
Pflege: Schuhspanner verwenden, regelmäßig mit Schuhcreme oder Wachs pflegen und Sohlen rechtzeitig erneuern.
Wofür? Zur Entlastung und zum Schutz einzelner Zehen. Silikon-Zehenzwischenorthesen reduzieren Druck und Reibung zwischen den Zehen und können Fehlstellungen sanft begleiten.
Typische Indikationen: Druck- und Reibungsstellen zwischen den Zehen, überlagerte oder eng stehende Zehen, empfindliche Haut im Vorfußbereich, schmerzhafte Kontaktpunkte im Schuh.
Eigenschaften: Elastisches, hautfreundliches Silikon, individuell anpassbar, unauffällig im Schuh tragbar – abhängig von Schuhform, Platzangebot und Fußsituation. Für Damen- und Herrenschuhe gleichermaßen geeignet.
Kombination: In vielen Fällen mit orthopädischen Einlagen oder Schuhzurichtungen kombinierbar. Die Versorgung sollte aufeinander abgestimmt werden, um Druckstellen zu vermeiden.
Ablauf: Beratung und Beurteilung der Zehensituation → Auswahl bzw. Anpassung der Orthese → Probe im Schuh → Hinweise zu Tragezeit, Pflege und Kontrolle.
Haltbarkeit & Pflege: Abhängig von Tragehäufigkeit, Belastung und Pflege. Bei normalem Gebrauch über einen längeren Zeitraum nutzbar. Veränderungen von Passform oder Material sind ein Hinweis, dass eine Anpassung sinnvoll sein kann.
Wofür? Zum Stützen, Betten oder Korrigieren des Fußes – zur Entlastung, verbesserten Statik und mehr Komfort im Alltag.
Typische Indikationen: Senk-, Spreiz- oder Knickfuß, Fersensporn, Arthrose, Hallux valgus oder diabetischer Fuß.
Arten: Stützende, bettende, propriozeptive, Schalen- oder Sondereinlagen – jeweils abgestimmt auf Alltag, Beruf oder Sport.
Ablauf: Anamnese und Abdruck oder Scan → Fertigung → schrittweise Eingewöhnung → Nachkontrolle.
Tipp: Bringen Sie Schuhe mit herausnehmbarer Decksohle mit – das erleichtert die optimale Einlagenlage.
Warum speziell? Beim Sport wirken dynamische Belastungen auf Füße und Gelenke. Sporteinlagen stabilisieren, führen und dämpfen – ohne die Beweglichkeit einzuschränken.
Nutzen: Weniger Druckspitzen, sauberes Abrollen, geringeres Verletzungsrisiko und bessere Bewegungsökonomie.
Sportartspezifisch: Laufen (Fersen- und Vorfußentlastung), Fußball/Tennis (Schnitt- und Drehbewegungen), Wandern (Langstreckenhalt), Fitness (Belastungsverteilung bei Lasten).
Analyse: Gang- und Laufbild, Abdruck oder 3D-Scan, Schuhprüfung → individuelle Fertigung.
Pflege & Nutzung: Einlagen langsam einlaufen, nach dem Training trocknen lassen, regelmäßige Kontrolle nach 12–24 Monaten.
Wichtig: Nur DGUV 112-191-konforme Einlagen erhalten den geprüften Sicherheitsstandard des Schuhs.
Warum? Normale Einlagen können den Zehen- oder Durchtrittschutz beeinträchtigen.
Ablauf: Schuhdaten erfassen → DGUV-Prüfung → Kostenträger klären (Arbeitgeber, Rentenversicherung, Agentur für Arbeit) → Kostenvoranschlag einreichen → Genehmigung an uns weiterleiten → Fertigung → Abholung.
Vorteile: Ergonomischer Stand, weniger Ermüdung und Schmerzen, sichere Passform im Arbeitsalltag.
Praxis-Tipp: Zwei Paare nutzen (Sommer / Winter oder Wechselpaar) – erhöht Komfort und Haltbarkeit.
Warum nötig?
Bei Diabetes treten häufig Polyneuropathie (vermindertes Schmerzempfinden) und pAVK (Durchblutungsstörungen) auf. Dadurch werden kleine Druckstellen oft nicht bemerkt und heilen schlechter.
Schutz- und Aufbauschuhe bieten: Nahtarme Innenräume, mehr Volumen, weiche Polsterungen, druckentlastende Einlagen und stabile Führung.
Ziel: Vorbeugung von Wunden, sichere Mobilität und Komfort im Alltag.
Ablauf: Befund und Maßnahme → Modellauswahl und Einlage → Anpassung → Nachkontrolle.
Kosten: Oft Zuschuss bei ärztlicher Verordnung.
Wichtig: Füße täglich kontrollieren und nahtfreie Socken tragen.
